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Michael Mittermeier spricht über U2

Michl spricht über U2

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Phaser:

Hallo Michael, zunächst möchten wir dir erst einmal im Namen von U2tour.de unsere besten Genesungswünsche übermitteln. Wir haben von deinem Unfall neulich bei den Proben gehört. An dieser Stelle also die erste Frage: Wie geht es dir heute und was ist eigentlich genau passiert?

Michael Mittermeier:
Ja, das war Donnerstag. Joah es zieht, aber es bleiben keine Schäden. Also, doch ... die Rippen. Ich hab nicht mal groß an den Bändern Probleme. Es ist einfach hier an den ganzen Ober- und Unterschenkeln. Das ist sehr geprellt. Oben ist alles gezerrt. Die Aduktoren und so'n Scheiß - so wie beim Fußballer halt (grinst) Aber es geht zu spielen. Also ich mach jetzt halt drum herum weniger und geh nach der Show gleich ins Bett.

Phaser:
Auch Bono von U2 ist ja schon das ein oder andere Mal von der Bühne gefallen und hat 1987 sogar schon mal einige Konzerte mit Arm in Gips gespielt. Wie handhabst du so was? Spielen in jedem Fall so lange man noch irgendwie stehen kann? Oder bist du eventuell sogar durch so ein Handikap zusätzlich motiviert?

Michael Mittermeier:
Normalerweise ja! Höchstens du hast irgendwas wo du weißt, wenn ich jetzt eine Stunde stehe hab ich einen echten Folgeschaden und der sorgt dafür, dass ich nie wieder aufstehen kann. Aber normalerweise gehst du immer hoch. Egal was ist. Egal wie schlecht es einem geht. Meistens ist es ja auch so, wenn es dir richtig scheiße geht und du gehst hoch, dann ist das Adrenalin ja gut für dich. Das Adrenalin ist ja das Beste was du für deinen Körper machen kannst. Und in so fern ... Einmal bei einem Schlüsselbeinbruch hab ich zwei Shows nicht gespielt, war aber dann nach ein paar Tagen wieder oben auf der Bühne.

Phaser:
Seit wann bist du eigentlich genau U2 Fan? Oder lass mich anders fragen: Würdest du dich überhaupt als echt dicker U2 Fan bezeichnen?

Michael Mittermeier:
Würde ich schon sagen. Das ist meine Band. Du hast immer EINE Band im Leben. Bei mir ist das halt U2. Und das wird auch immer so bleiben. Das geht auch nicht weg. Das ist jetzt auch nicht so, dass man jetzt sagt, diese Platte war weniger gut oder die war nur "na ja". Entweder man hat eine Band oder man hat sie nicht. Ich kann es nicht mehr genau sagen ... aber es war glaube ich 1980 oder 1979 oder so ... relativ früh eigentlich.

Phaser:
Also im Prinzip als die Band hierzulande noch total unbekannt war und nur echte Freaks sie bereits kannten?

Michael Mittermeier: Michl spricht über U2
Ich weiß auch gar nicht mehr warum oder so ... Ich habe die glaube ich irgendwo auf MTV gesehen oder ich habe die Platte irgendwoher bekommen oder gehört. Aber ich war relativ früh dran. In unserem Ort kannte die irgendwie gar keiner. Da war ich der erste (stolz drein blickend) Das war dann so: "Scheiß Name! Ist doch ein Flugzeug!" Ich mochte es sehr gerne und bin irgendwie immer dabei geblieben. Keine Ahnung warum, aber die hatten eine Kraft, die damals bemerkenswert war.

Phaser:
Warum war diese Kraft für dich so besonders? Was war die Initialzündung?

Michael Mittermeier:
Die Songs, welche natürlich gleich am Anfang am meisten Eindruck hinterlassen hatten, waren die Songs von der "War". "Sunday Bloody Sunday" oder so ... die Kraft, die da drin war, die war einfach echt Wahnsinn. Es hat dann einfach gleich irgendwie Klick gemacht und nie wieder aufgehört. Und es ist im Prinzip wie beim Fußballverein: Du kannst einfach nur einen Verein haben.

Phaser:

Wie lief das denn damals eigentlich genau während der "Joshua Tree" Tour ab? Ich meine, du warst ja damals beim Konzert in München der glückliche Zuschauer, dem die Ehre zu Teil kam, von Bono bei "People Get Ready" zu sich auf die Bühne gerufen zu werden.

Michael Mittermeier:
Joah, ich hab mich gemeldet und mein Kumpel hat mich von hinten hochgehoben - damit ich ihm ein bisschen größer erscheine ... weil ich bin nicht der größte (grinst) ... und dann hat er mich angeguckt und keine Ahnung - es sollte wohl so sein an dem Tag.

Phaser:
Also einfach Glück?

Michael Mittermeier:
Ich weiß es nicht - ich glaube im nach herein nicht mehr an Glück. Weil so mit der Wiederkehr nach 14 Jahren fast schon irgendwie auf den Tag genau. Da würde ich schon gar nicht mehr von Zufall sprechen. Ich glaub inzwischen schon, dass es einfach so sein sollte! Es ist passiert und scheinbar war ich gerade in diesem Moment gut bei mir und ähm ... dann kam das einfach.

Phaser:
Konnte sich Bono denn bei der Wiederkehr etwa auch noch an dich erinnern? Er gilt ja im Alltagsleben als sehr vergesslich und ... na ja ... als sagen wir mal "etwas in der Gegenwart lebend".

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